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Liebe Museumsfreundinnen und Museumsfreunde,

der Sommer ist gekommen und mit ihm endlich auch eine Besserung der allgemeinen Corona Lage. Eigentlich hatte ich mich schon sehr darauf gefreut, unser Stadtmuseum im Oettinger Schlösschen endlich wieder öffnen zu können, als eine Hiobsbotschaft jäh die Vorfreude unterbrach: Im Rahmen der Überprüfung aller städtischen Gebäude hinsichtlich aktuellster Brandschutz- und Verkehrssicherheitsvorgaben wurde leider vor kurzem festgestellt, dass insbesondere der Dachstuhl des rund 260 Jahre alten Schlösschen dringend sanierungsbedürftig ist und auch in puncto Brandschutz nochmal nachgebessert werden muss.

Als Graf Joseph Anton von Oettingen-Sötern 1759 sein „Oettinger Schlösschen“ im Herzen Waderns errichten ließ, hätte er sich wohl nicht träumen lassen, dass dieses barocke Stadtschlösschen irgendwann einmal nicht mehr den geltenden Bauvorschriften genügen würde.  Doch die Zeiten ändern sich und mit ihnen auch die jeweiligen Vorschriften.

Daher wurde das Gebäude aus Gründen der Verkehrssicherung abgesperrt und das Stadtmuseum muss leider erstmal geschlossen bleiben, bis geklärt ist, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, für Besucherinnen und Besucher einen sicheren Zugang zum Stadtmuseum zu schaffen. Dabei suchen wir auch mit Hochdruck nach kreativen Lösungen für die Sanierungszeit, um unser Museum bzw. die Geschichte der Stadt an anderen Standorten, digital oder als „mobiles Museum“ erlebbar zu machen.  Ein guter Anfang bildet schon unsere neue Actionbound-App „Es war einmal... die sagenhafte Märchentour rund um Burg Dagstuhl“.

Doch trotz der schwierigen Umstände bleibt Bürgermeister Jochen Kuttler optimistisch und betont: „Natürlich ist das erstmal eine große Herausforderung, allerdings arbeiten wir mit Hochdruck daran, zusammen mit dem Landesdenkmalamt und versuchen, eine Lösung des Problems zu finden, die finanzierbar und zugleich der historischen Bausubstanz angemessen ist“. 

Gerade in schwierigen Zeiten braucht es diese Mischung aus Kreativität, Optimismus und Tatkraft, um auch solche großen Herausforderungen bewältigen zu können. Und so bitte ich Sie noch um etwas Geduld, bin aber telefonisch oder per Email weiterhin für Sie da und bleibe zuversichtlich, die wechselvolle Geschichte unserer Stadt bald wieder in der ein oder anderen Form vermitteln zu können.

Herzlichst, Ihre

Christina Pluschke
Leiterin des Stadtmuseums Wadern

Stadtmuseum Wadern© 2021