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Von Schmugglerjahren, Saargängern und dem Restkreis. 200 Jahre bewegte Geschichte des Landkreises Merzig-Wadern

Sonderausstellung vom 1. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017

Die Ausstellung bestand aus zwei Teilen: So verfolgte das Stadtmuseum in seiner Präsentation den Weg des ehemaligen preußischen Kreises Merzig bis hin zum heutigen modernen Landkreis Merzig-Wadern und beleuchtete die Frage, welche Auswirkungen die tiefgreifenden Umbrüche auf die Bewohner der Region hatten.
Der zweite Teil der Ausstellung in der Sparkasse beschäftigte sich mit den Veränderungen der 1857 gegründeten Sparkasse, die mit ihrer wechselvollen Geschichte ein beredtes Zeugnis davon ablegt, wie untrennbar der Wandel ihrer traditionsreichen Institution mit der Geschichte des Landkreises verbunden ist, dem sie verwurzelt war und immer noch ist.

Es waren wechselvolle Zeiten, bis wieder zusammenwuchs, was zusammengehört:
Im Rahmen der territorialen Neugestaltung Europas durch den Wiener Kongress wurde 1816 der preußische Landkreis Merzig geschaffen. Rund 100 Jahre später ordnete der Versailler Vertrag nach dem Ende des Ersten Weltkriegs die politisch-territorialen Gegebenheiten im Bereich des Kreises Merzig neu. Während der größere Teil des Kreises als „Stammkreis Merzig“ zum ab 1920 abgetrennten „Saargebiet“  gehörte und unter der Verwaltung des Völkerbundes stand, verblieb der übrige „Restkreis Merzig(-Wadern)“ weiterhin im Deutschen Reich und wurde nun von Wadern aus verwaltet. Die neue Grenze bedeutete eine Trennung der engen sozialen und wirtschaftlichen Verbindungen innerhalb des ehemaligen Kreises und damit für die Menschen einen tiefen Einschnitt in ihr gewohntes Leben. Erst im Oktober 1946 wurden Stamm- und Restkreis in verwaltungstechnischer Hinsicht aus der  französischen Besatzungszone  ausgegliedert und unter dem Namen „Merzig-Wadern“ wiedervereinigt. Seine endgültige Gestalt erhielt der Landkreis schließlich im Zuge der Saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform 1974.
Heute präsentiert sich der „grüne Landkreis“  als ein moderner kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt im Dreiländereck zwischen  Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

 

 


250 Jahre Handel und Wandel in Wadern. Vom Handkarren zur Datenautobahn

Sonderausstellung vom 17. Mai bis 19. Juli 2015

Der regierende Graf Joseph Anton von Oettingen-Sötern legte mit der Verleihung der Marktrechte 1765 den Grundstein für den Aufstieg Waderns zum Zentrum des nördlichen Saarlandes und des heutigen Status eines Mittelzentrums.

Noch heute erinnern 12 Monatsmärkte, das Stadtfest "Waderner Maad" und die Wochenmärkte an die jahrhundertealte Markttradition.

Die Sonderausstellung legt ihren Fokus auf die Bedeutung der Märkte als Wirtschaftsfaktor, aber auch als Kommunikationsort im frühneuzeitlichen Marktflecken Wadern. Von dieser Blütezeit im 18. Jahrthundert spannt sich der Bogen weiter bis zur heutigen Stadt Wadern mit ihren lebendigen Traditionen und einer spannenden Geschichte.

Die Stadt Wadern feiert das Jubiläum durch verschiedene Veranstaltungen und Aktionen, welche die Marktgeschichte in den Mittelpunkt rücken. Alle Aktivitäten münden in das Stadtfest als Veranstaltungshöhepunkt im Juni.

 

 

 


"Mit Gott, für Kaiser und Reich!" - Spuren des Ersten Weltkriegs in Wadern und der Region

Sonderausstellung vom 16. November 2014 bis 8. Februar 2015

Der vor 100 Jahren begonnene Erste Weltkrieg war kein Kampf zwischen Armeen, sondern zwischen Nationen in ihrer Gesamtheit. Dies führte dazu, dass die Trennung von militärischen und zivilen Bereichen aufgehoben wurde und die Menschen an der "Heimatfront" ebenso zu größtmöglichem Einsatz aufgerufen waren wie die Soldaten an der Front.
Das Stadtmuseum Wadern hatte es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Sonderausstellung einen Überblick über die Entstehungsbedingungen, den Verlauf, aber auch die Folgen des Ersten Weltkriegs auf lokaler und regionaler Ebene zu bieten.
In der Ausstellung ging es darum, die Auswirkungen des industrialisierten Krieges auf kommunale Zusammenhänge aufzuarbeiten und darzustellen. Deshalb richtete sich der Fokus nicht nur auf die Soldaten an der Front, sondern ebenso darauf, wie die Menschen in der Heimat mit Lebensgefahr, Not, Trennung und Verlust im Angesicht des Krieges umgingen und wie sie ihn erinnerten. Die Militarisierung der Gesellschaft und Mobilisierung von Kindern und Jugendlichen, die Ernährungssituation, die Kommunikation der Soldaten mit ihren Angehörigen und untereinander durch Feldpost sowie die Folgen des Ersten Weltkriegs für die Region waren nur einige der behandelten Themen.
Um ein möglichst vielfältiges Bild zeichnen zu können, wurden zahlreiche Exponate zusammengetragen, wobei viele von ihnen von Privatleuten aus dem Stadtgebiet stammten und persönliche Einblicke in das Leben der (Ur-)Großelterngeneration vor dem Hintergrund des Krieges ermöglichten.


Rechter Inhaltsbereich
Markt in Wadern

Viehmarkt in Wadern, um 1910


Soldaten aus Nunkirchen, 1914