Villa rustica
So gab es einen Gutshof („villa rustica“) mit mehreren Nebengebäuden, eine Tempelanlage sowie ein Gräberfeld mit zwei imposanten Monumentalgrabhügeln und einem rund 7,5 m hohen Pfeilergrabmal, auf dem das dort bestattete Paar lebensgroß abgebildet war. Ein Grund für diesen Wohlstand war neben der landwirtschaftlichen Tätigkeit auf dem Gutshof sicherlich auch die Nutzung eines antiken Steinbruchs im „Schlittchen“, wo bereits in keltischer Zeit der lokale Sandstein abgebaut wurde.
Diese unterschiedlichen Fundkomplexe auf engstem Raum ermöglichen es, ein genaues Bild vom Leben der Menschen in dieser Mikroregion zu zeichnen. Besonders spannend ist dabei auch die allmähliche Vermischung einheimischer und römischer Elemente, wie sie typisch für die sogenannte „gallo-römische“ Kultur ist.
Die Sonderausstellung präsentiert archäologische Funde aus Oberlöstern, die vom Landesdenkmalamt des Saarlandes zur Verfügung gestellt wurden. Zudem gibt sie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und das darauf basierende Projekt zur Inwertsetzung dieses besonderen Kulturortes, das die Geschichte auch vor Ort wieder zum Leben erweckt.

